Die Zeit ist reif für Paid Content

„Deine Korrespondentin“ hält mich mächtig auf Trab. Gestern Abend habe ich mit meinen Korrespondentinnen eine Skype-Konferenz abgehalten. Immerhin waren sechs von zehn dabei. Etwa die Hälfte davon saß im Ausland. Manchmal denke ich mir, wie verrückt das alles ist. Dass ich von einem beliebigen Ort dieser Welt dieses digitale Magazin steuern kann… es lebe der technische Fortschritt!

Aber ich schreibe diesen Blogpost nicht, weil ich mich oder uns feiern möchte. Ich schreibe, weil seit einer Woche unsere Bezahlschranke online ist. Ich habe sehr viel Schweiß darauf verwendet, dass diese Bezahlschranke endlich kommt. Kräftige Unterstützung bekam ich von unserem Potsdamer Programmierer Stephan Fischer und den Jungs der Münchner Software-Firma „Plenigo“. Plenigo hat ein System entwickelt, mit dem man zahlungspflichtige Produkte anbieten und Kunden verwalten kann.

Natürlich könnte man einen Paypal-Button einbinden. Fertig! Die meisten Transaktionen im Internet gehen entweder über Paypal oder über Kreditkarte. Um allerdings ein System mit einer Kreditkartenabwicklung entwickeln zu lassen, müsste man ganz schön viel Geld in die Hand nehmen (15.000 Euro aufwärts). Geld, das wir als junges Startup nicht haben. Deshalb ich sehr froh, dass Plenigo für uns eine echte Alternative darstellt.

Warum Bezahlschranke?

Weil die meisten von uns Korrespondentinnen frei sind und die Clubmitgliedschaft EIN Standbein für unsere mittelfristige Finanzierung ist. Weitere Standbeine sind: Stiftungsgelder und Veranstaltungsorganisation. Mai, Juni, Juli waren Schnuppermonate. Die User konnten die ersten 13 Artikel komplett kostenfrei genießen. Das wurde möglich durch unser Crowdfunding auf Startnext, wodurch wir auch Geld für die Autorinnen beiseite legen konnten. Und: durch den leidenschaftlichen Einsatz meiner Korrespondentinnen.

Manchmal blicke ich zurück und freue mich darüber, was wir seit Februar auf die Beine gestellt haben. Wir sprechen da von gerade mal sechs Monaten! Und doch müssen wir vor allem nach vorne blicken. Deshalb ist es wichtig, dass wir in den nächsten Wochen und Monaten möglichst viele Unterstützer finden. Unsere beiden Abo-Modelle lauten:

30 Euro für 6 Monate // 60 Euro für 12 Monate

Das Besondere am 12-Monats-Abo ist, dass alle zwei Monate zehn Euro abgebucht werden. Denn ganz ehrlich: Wir wissen nicht, ob es uns in einem Jahr noch geben wird. Das hängt wesentlich vom Zuspruch des Publikums ab. Decken wir tatsächlich einen Bedarf ab – oder ist das nur eine nette Idee, die eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne hingelegt hat und das war’s?

Wir wissen es nicht, deshalb macht es auch keinen Sinn, das Geld für einen Zeitraum bis Mitte nächsten Jahres zu verwalten. Ich persönlich nutze „Spotify“ und wenn es mir irgendwann nicht mehr gefallen sollte, kündige ich mein Monatsabo von 9,99 Euro. Auch „Netflix“ arbeitet so. Wir denken, das ist eine gute Strategie. Wir wollen Geld einnehmen, mit dem wir arbeiten können. Und wenn wir Geld einnehmen, das wir möglicherweise irgendwann wieder zurückbezahlen müssen, können wir damit nicht wirklich arbeiten.

Das alles sind Lernprozesse. Wir verändern uns ständig. Aber genau das macht den Reiz aus. Wir werden künftig jede Woche – immer montags – einen neuen Artikel publizieren. Schaut also gerne auf http://www.deine-korrespondentin.de vorbei. Und: Erzählt in eurem Bekanntenkreis von diesem neuen digitalen Magazin, das mit den besten Geschichten von Frauen aus der ganzen Welt aufwartet ;-).

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