Crowdfunding: Lehre 15 (FAZIT)

Das Crowdfunding-Projekt ist fast vorbei – UND DIE SUMME IN HÖHE VON 3.500 EURO IST ZUSAMMENGEKOMMEN!

Ich kann es überhaupt nicht fassen, aber die Restsumme in Höhe von 2.250 Euro hat kurz vor Schluss ein befreundetes Ehepaar aus München gespendet!! 

Man sagt: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Richtigerweise heißt der Spruch von Michail Gorbatschow: „Die Hoffnung stirbt zuletzt – aber sie stirbt.“ In meinem Fall stimmt das glücklicherweise nicht. Ich habe bis zum Ende gehofft und gebangt. Und jetzt hat sich die ganze Mühe ausgezahlt. Denn: WUNDER GIBT ES IMMER WIEDER!

Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich mich auf dieses aufregende Experiment eingelassen habe. Ich habe viel über Crowdfunding im Speziellen und auch über den Tibetkonflikt im Allgemeinen gelernt. Ich habe tolle Rückmeldungen und einen Vertrauensvorschuss von bekannten, aber auch von wildfremden Menschen bekommen.

Dieses Mal hatte ich ein Wahnsinnsglück, denn lange hat es so ausgesehen, als ob die Summe nicht zustande kommen würde… und ich weiß auch woran es gelegen hat. Ich weiß, was ich beim nächsten Mal anders machen würde und ich habe meine Lehren daraus gezogen. Hier noch einmal die Zusammenfassung aller meiner Lehren in der Übersicht:

  1. Lehre: So ein Crowdfunding-Projekt ist kein Selbstläufer.
  2. Lehre: Suche nach Zielgruppen und Communities, für die das Thema interessant sein könnte.
  3. Lehre: Man lernt nie aus.
  4. Lehre: Deutschland ist nicht USA.
  5. Lehre: Mach dich frei.
  6. Lehre: Das Thema bleibt schwierig.
  7. Lehre: Lerne von anderen.
  8. Lehre: Bau dir eine Crowd auf.
  9. Lehre: Von nix kommt nix.
  10. Lehre: Crowdfunding ist nicht zu verwechseln mit Crowdinvesting.
  11. Lehre: Auf die Kampagne kommt es an.
  12. Lehre: Finde prominente Unterstützer.
  13. Lehre: Entwerfe eine Facebook-Fan-Page.
  14. Lehre: Fang klein an.

Und meine letzte Lehre lautet:

Lehre 15: Habe Mut zu scheitern.

In Deutschland ist Crowdfunding noch nicht so verbreitet wie in den USA. Dort hat man vor zehn Jahren mit Crowdfunding im Musikgeschäft angefangen. 2008 ging kickstarter.com an den Start. In Deutschland folgte startnext.de im Jahr 2010. Krautreporter.de kam erst 2013 dazu.

Auch ist interessant, dass in den USA das meiste Budget für Kulturförderung aus privaten Mitteln kommt (Spenden, Stiftungen etc.). In Deutschland ist es genau umgekehrt. Bei uns wird es NICHT als Einmischung des Staates empfunden, wenn Theater oder Museen aus öffentlichen Mitteln finanziert werden. Deshalb muss die Eigenverantwortung jedes einzelnen Bürgers im Bereich Kultur (und auch Journalismus) noch wachsen. Ich finde, der Gedanke, dass der Kulturbereich durch Crowdfunding demokratischer und partizipativer wird, ist ein toller Gedanke!

Dafür muss man aber auch den Mut haben, zu scheitern. Man muss den Mut haben, Fehler zu machen. Man muss den Mut haben, auszuprobieren. Ich kann am Ende meines ersten Crowdfunding-Projektes sagen: Für mich hat es sich auf ganzer Linie gelohnt! Deshalb mein Credo: nachmachen ausdrücklich empfohlen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.