Dietmar Beiersdorfer im Gespräch (Teil I)

Es hat ein halbes Jahr gedauert. Genau so lange wie der Vertrag inzwischen läuft. Dietmar Beiersdorfer ist seit August 2012 bei Zenit St. Petersburg als Sportdirektor unter Vertrag. Als ich das erfahren habe, habe ich den ersten Kontakt zum Pressesprecher aufgenommen. Daraufhin haben wir alle paar Wochen miteinander telefoniert. Er sagte Sätze wie: „Ich muss mit unserem Management absprechen, ob sich Beiersdorfer äußern kann.“ Oder: „Ich habe mit dem Management gesprochen, es wäre besser, wenn Sie in drei Wochen wieder anriefen.“

Doch in dieser Woche kam zum ersten Mal eine andere Antwort: „Wir sind einverstanden, dass Dietmar Beiersdorfer ein Interview gibt. Ich schicke Ihnen seine Handynummer, dann machen sie direkt mit ihm aus, wann sie sich treffen.“ Bislang habe ich nur bei einem anderen Promi länger gebraucht – drei Monate – um ihn exklusiv sprechen zu können. Die Rede ist von Vitali Klitschko. Diemtar Beiersdorfer hat nichts mit Schwergewichtsboxen zu tun sondern hat sich einen Namen im Fußball gemacht.

Zuerst als Spieler beim Hamburger SV und später bei Werder Bremen. Und als er seine aktive Laufbahn beendet hat dann als Sportchef, wiederum beim HSV. Von 2003 bis 2009 hat er Spieler wie Rafael van der Vaart und Ivica Olic geholt. Weil er, unter anderem, van der Vaart später für 15 Millionen Euro an Real Madrid verkauft hat – und dem HSV damit viel Geld eingebracht hat – nannte man ihn „Dukaten-Didi“. Bis heute hat er den Spitznamen Didi behalten.

Nun also St. Petersburg. Zenit ist der aktuelle russische Meister. Und erfolgsverwöhnt. In dieser Woche hat der Club im Sechzehntel-Finale der Europa League FC Liverpool mit 2:0 geschlagen. Liverpool, bei dem der Kapitän der englischen Nationalmannschaft, Steven Gerrard, spielt. Für ein Tor der Petersburger war der brasilianische Neuzugang Hulk verantwortlich, den Beiersdorfer für 50 Millionen Euro vom FC Porto geholt haben soll. In einem Interview gegenüber „Euronews“ sagte der 26-Jährige: „Die Leute wissen, dass ich ein Fußballer bin und ich musste den Moment, als Zenit mir ein solch finanzielles Angebot unterbreitet hatte, ergreifen.“

Wie viel Geld Dietmar Beiersdorfer als Sportdirektor verdient, hat er nicht verraten. Aber einige spannende andere Dinge… Beiersdorfer spricht im ersten Teil des Interviews darüber, wie er sich in St. Petersburg eingelebt hat und wie er mit den kyrillischen Buchstaben zurechtkommt.

Wer mehr über Dietmar Beiersdorfer erfahren möchte, sollte heute ab 15.05 Uhr  Bayern1 einschalten („Heute im Stadion“).

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