Deutsche Woche in St. Petersburg

Gerhard Schröder, Bundeskanzler a. D., hautnah. Ich sage nur: Eröffnung der Deutschen Woche in St. Petersburg.

Das war ein Auftritt wie ihn Schröder liebt. Viele Menschen, die um ihn umgarnen. Die Bilder mit ihm schießen wollen. Die nur auf den einen entscheidenden Moment warten, ihm die Visitenkarte in die Hand zu drücken.

Die Deutsche Woche findet in diesem Jahr bereits zum 9. Mal statt und hat mit 70 Veranstaltungen in den Bereichen Kultur, Gesellschaft, Bildung und Wirtschaft einiges zu bieten. Das ausführliche Programm gibt’s hier: www.deutsche-woche.de. Partnerland in diesem Jahr ist Baden-Württemberg. Also gab es bei der gestrigen Eröffnungsfeier im Hotel Astoria Spätzle, Maultaschen und leckeren Wein aus dem Ländle. Gespielt haben „marie & the red cat“, deren Webseite ich wirklich zauberhaft finde: http://www.marieandtheredcat.de/. Die Gruppe ging aus der Mannheimer Popakademie hervor und hat morgen Abend noch einen weiteren Auftritt in St. Petersburg. Ansonsten gehört die Lesung von Wladimir Kaminer („Russendisko“) zu den Highlights – und hoffentlich auch die Podiumsdiskussion über „Investigativer Recherche“, die ich morgen um 19 Uhr im Goethe-Institut moderieren werde.

Zum Schluss noch ein paar Zitate von Basta-Gerd:

„Es ist ein Wunder, dass wir Deutschen und Russen uns so gut verstehen“… dazu trage vor allem die Kultur bei, da seien sich Deutsche und Russen so nah wie kein anderes Volk.

„Die Deutschen haben den Russen etwas anzubieten, die Russen haben den Deutschen etwas anzubieten – das ist also ein gleichberechtigtes Verhältnis. Denn wir brauchen die Ressourcen und gut ausgebildete Menschen und Russland ist viel mehr als Öl und Gas, viel mehr.“

Russland sei eine Riesenmöglichkeit für Deutschland, deshalb habe er ein Leben lang dafür gekämpft, dass es einen Austausch auf Augenhöhe gebe und dass man voneinander lerne.

„Bei der Zivilgesellschaft hat Russland vielleicht etwas mehr zu lernen, aber wir brauchen auch Hilfe. Deshalb ist der erhobene Zeigefinger kein geeignetes Instrument.“

Die nächsten sechs Jahre mit seinem Freund Wladimir Putin seien eine große Chance für Deutsche und Russen, die man nutzen solle.

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