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	<title>Pauline Tillmann</title>
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		<title>Reporter unter sich</title>
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		<pubDate>Mon, 20 May 2013 08:27:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pauline</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" width="75" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/31-Ariel-Hauptmeier-300x200.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="Ariel Hauptmeier" />Ich habe schon viel gehört, vom „Reporter-Forum“. Ich habe gedacht, das alljährliche Treffen, immer im Mai, immer in Hamburg, sei damit gleichzusetzen. Aber dabei handelt es sich um den „Reporter-Workshop“, über den Organisator Ariel Hauptmeier sagt: „Wir sind in den &#8230; <a href="http://www.pauline-tillmann.de/2013/05/reporter-unter-sich/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe schon viel gehört, vom „<strong>Reporter-Forum</strong>“. Ich habe gedacht, das alljährliche Treffen, immer im Mai, immer in Hamburg, sei damit gleichzusetzen. Aber dabei handelt es sich um den „Reporter-Workshop“, über den Organisator <strong>Ariel Hauptmeier</strong> sagt:</p>
<p><em>„Wir sind in den Anfangsjahren immer ausgegangen vom Text, vom konkreten Beispiel, von der konkreten Arbeit, während auf anderen Konferenzen dann oft Podien stattfinden, auf der man so merkwürdig allgemein redet.“</em></p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-4075" title="Ariel Hauptmeier" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/31-Ariel-Hauptmeier-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></p>
<p>Früher gab es die Autoren-Werkstatt, bei der große Reporter drei Texte mitgebracht haben und darüber gesprochen haben wie sie es gemacht haben. Jetzt gibt es diese „Text&#8211;Workshops“ auch noch, aber es geht genauso darum, Geschichten „einen interessanten Spin“ zu geben (Patrick Bauer, NEON). Oder „Was Reporter von Drehbuchschreibern lernen können“. <strong>Stichwort Storytelling.</strong></p>
<p>Ich persönlich glaube ja, dass das der größte Trend im Journalismus ist. Dass man Geschichten nicht mehr linear erzählt, sondern dramaturgisch aufbaut. GEO-Redakteur <strong>Florian Hanig</strong> erklärt in seinem Vortrag die „Drei-Akt-Struktur“ und die sogenannte „Heldenreise“. Zwei Klassiker, wenn es darum geht den Leser zu fesseln. Er erklärt:</p>
<p>Einer der Gründer des Reporter-Forums,<strong> Cordt Schnibben</strong>, setzt seine Hoffnungen in das Tablet. Denn seiner Meinung nach könne Paid Content nur bei wenigen großen Zeitungen wie der New York Times oder der Financial Times funktionieren. Trotzdem dürfe man sich nicht ausruhen, sondern müsse sich um alternative Bezahlmodelle kümmern.</p>
<p><strong>Grundsätzlich geht es darum &#8211; da sind sich alle einig &#8211; den Leser trotz  Internet und Kostenloskultur dazu zu bringen, für journalistische Inhalte zu bezahlen.</strong></p>
<p>Und dafür sind sie eher bereit, wenn sie etwas Exklusives geboten bekommen. GEO-Redakteur Hanig sagt, dass sich die Grundsätze des Geschichtenerzählens für ihn nicht geändert haben – „nur nehme ich jetzt kleine Videos auf und Töne; das habe ich auch schon früher für mich gemacht, jetzt teile ich sie mit den Lesern“.</p>
<p>Interessant finde ich auch die Debatte um<strong> Laura Himmelreich</strong>, wenn es darum geht, wie sich der Journalismus verändert. Beim Reporter-Workshop saß sie neben SPIEGEL-Autor Dirk Kurbjuweit. Gefasst hat sie darüber gesprochen wie sie die Debatte um ihr Brüderle-Portrait Anfang Januar im „stern“ –und die anschließende Sexismusdebatte – wahrgenommen hat.</p>
<p>Sie sagt, wenn man in die Öffentlichkeit gehe und sich selber als Reporterin thematisiere, müsse man das auch abhaben können, wenn es Menschen gebe, die kritisch über die eigene Person berichteten. Und erklärt weiter: <em>„Das Spektrum war so weit und ich hatte bei vielen der Wortbeiträge nicht das Gefühl gehabt, dass es jetzt konkret um mich geht oder um das was ich aufgeschrieben habe, sondern dass quasi jeder sein Lebensmodell, seine eigenen Werte, seine eigenen Erfahrungen verteidigt.“</em></p>
<p>Auch <strong>Annett Meiritz</strong> von SPIEGEL ONLINE wurde in der Öffentlichkeit für ihre Berichterstattung über die Piratenpartei persönlich angegangen. Sie rät zu einem entspannteren Umgang mit der Netzöffentlichkeit:</p>
<p>Interessant wie sich die Grenzen von Privatheit und Öffentlichkeit für uns Journalisten im digitalen Zeitalter verschieben. Annett Meiritz sagt, die Piraten seien sehr distanzlos und das mache die Arbeit besonders schwierig. Schnell kommt die Sprache auf das Siezen und Duzen. <strong>Dirk Kurbjuweit</strong> meint: „Ich mache jetzt 25 Jahre politischen Journalismus und habe noch keinen geduzt.“ Meiner Meinung nach ist das die richtige Haltung &#8211; nur sie auch durchzuhalten, das ist gar nicht so einfach. Deshalb geht ein Raunen durch den Raum als Kurbjuweit dazu Stellung nimmt.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-4073" title="Sascha Lobo" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/Sascha-Lobo-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></p>
<p>Geraunt wird auch wenn <strong>Sascha Lobo</strong> bekräftigt, dass er es grob fahrlässig findet, wenn man als Journalist er KEINEN Blog hat. Beim Reporter-Workshop hat er zum Thema „<strong>Der Journalist als Marke</strong>“ gesprochen und überraschende Dinge von sich gegeben wie: „Ich bin im Internet nicht nahbar, ich antworte niemandem.“</p>
<p>Stattdessen konzertiert sich Lobo auf die <strong>Zitierbarkeit</strong> seiner Sätze. Das heißt, wenn er ein Interview gibt, achtet er darauf, dass der Satz twitterbar ist und „so unterhaltsam, dass er weitertransportiert wird“. Das sei wichtig, weil Zitate der Treibstoff der sozialen Medien seien. <strong>Wie er zu seinem roten Irokesen gekommen ist, erklärt der Internetguru so: </strong></p>
<p><strong>Zum Schluss empfiehlt er eigene Projekte zu machen, über die man spricht.</strong> Er selber macht bis zur Bundestagswahl am 22. September ein „Twitter-Barometer“, auf dem man die Popularität der einzelnen Parteien (in der Netzgemeinde) ablesen kann. Generell sei die Beschäftigung mit sozialen Medien seiner Meinung nach essentiell für JEDEN Journalisten.</p>
<p><em>Wer nicht dabei war beim Reporter-Workshop 2013 &#8211; bald gibt es die Audio-Mitschnitte aller Gespräche </em><em>auf dieser Webseite: <a href="http://reporter-forum.de/rw13/" class="liexternal">http://reporter-forum.de/rw13/</a>.</em></p>
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		<title>Neuigkeiten aus Kiew</title>
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		<pubDate>Thu, 16 May 2013 07:46:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pauline</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" width="75" height="75" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/Kiew-140x140.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="Kiew" />Letzte Woche war ich auf Recherche in Kiew. Kaum kommt man an in der ukrainischen Hauptstadt ab, schockt einen der Taxifahrer mit Horrorgeschichten. Was sich seit Oktober, seit der Parlamentswahl getan hat, will ich wissen. „Was soll sich schon tun?“, &#8230; <a href="http://www.pauline-tillmann.de/2013/05/neuigkeiten-aus-kiew/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Letzte Woche war ich auf Recherche in Kiew.</strong> Kaum kommt man an in der ukrainischen Hauptstadt ab, schockt einen der Taxifahrer mit Horrorgeschichten. Was sich seit Oktober, seit der Parlamentswahl getan hat, will ich wissen. „Was soll sich schon tun?“, fragt der bullige Typ. Als die Opposition einem Gesetz nicht zustimmen wollte, haben sich die „Partei der Regionen“ (Janukowitsch) und die Kommunisten in einem Hinterstübchen getroffen und über das Gesetz abgestimmt. „Klar“, räumt der Taxifahrer ein, „durch die Opposition, auch durch Klitschko, kann sich die Partei von Janukowitsch nicht mehr alles erlauben – aber immer noch ziemlich viel.“</p>
<p><img class="aligncenter size-large wp-image-4051" title="Kiew" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/Kiew-1024x682.jpg" alt="" width="480" height="319" /></p>
<p>Sein Lieblingsthema ist jedoch ein anderes. Es heißt: ukrainische Prostituierte. Dass man zwei für den Preis von 100 Euro haben könne. Zuerst die eine und dann die andere. „Wo gibt es das schon?“, ruft er sichtlich erregt. Deshalb kämen die Touristen überhaupt, aber es seien nicht mehr als vor der Fußball-Europameisterschaft. Ich entgegne: Ich mag das Land nicht wegen der Prostituierten sondern wegen der Menschen – und nicht zuletzt auch wegen des Essens. Er erzählt mir, dass in Pelmeni (Teigtaschen mit Hackfleischfüllung) verdorbenes Fleisch aus Polen verarbeitet werde. Schließlich koste ein Kilo Pelmeni 1,50 Euro – ein Kilo Fleisch aber sechs Euro. Das gehe rein rechnerisch gar nicht. Ich muss schlucken.</p>
<p>Dann erzählt er mir von seinem Beinbruch und davon, dass ihn alle halbe Stunde ein Arzt gefragt habe, ob er eine Operation für 1.000 Euro wolle. Daran verdienen die Ärzte in der Ukraine kräftig mit, denn kostenlose Behandlung gibt es nur auf dem Papier. Er wurde insgesamt von fünf verschiedenen Ärzten – immer nach dem Schichtwechsel – darauf angesprochen. Nach einem Tag hat er das Krankenhaus verlassen, weil es ihm zu blöd wurde.</p>
<p>Der bullige Taxifahrer wundert sich darüber, dass wir in Deutschland Pfand sammeln. Ich erkläre ihm, dass wir das der Umwelt zuliebe tun. Er schüttelt verständnislos den Kopf. Und ich denke mir, als er wegfährt: Umweltschutz ist wohl das Letzte, womit er sich beschäftigt.</p>
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		<title>Restaurante Popular</title>
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		<pubDate>Sun, 12 May 2013 15:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pauline</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" width="75" height="75" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/442-140x140.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="Restaurant in Belo Horizonte" />Essen ist so eine Sache. Es kann teuer sein, so wie im Restaurant des Sternekochs Tim Raue. Da kostet ein 6-Gänge-Menü 148 Euro. Er sagt, Menschen die sich das leisten, sehen das als Teil ihrer Lebenskultur. Sie gehen in die &#8230; <a href="http://www.pauline-tillmann.de/2013/05/restaurante-popular/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Essen ist so eine Sache. Es kann teuer sein, so wie im Restaurant des Sternekochs Tim Raue. Da kostet ein 6-Gänge-Menü 148 Euro. Er sagt, Menschen die sich das leisten, sehen das als Teil ihrer Lebenskultur. Sie gehen in die Oper und genauso leisten sie sich teures Essen. In Brasilien gibt es viele Menschen, die sich nicht einmal das Nötigste leisten können.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-3915" title="Restaurant in Belo Horizonte" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/442-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></p>
<p>Deshalb gibt es seit 1994 sogenannte „<strong>Restaurante Popular</strong>“, übersetzt „Volksküche“. In Belo Horizonte gibt es inzwischen fünf solcher Volksküchen, die jeden Tag rund 13.500 Essen verteilen (Frühstück, Mittagessen, Abendessen). Das Essen kostet nicht mehr als 80 Cent.</p>
<p><img class="aligncenter size-large wp-image-3912" title="Blick von oben" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/250-1024x682.jpg" alt="" width="480" height="319" /></p>
<p>Die Philosophie dahinter lautet: Jeder soll es sich leisten können, sich gesund zu ernähren. Auf dem Speiseplan steht zum Beispiel: Bohnen, Reis, Nudeln, Fleisch, Salat und eine Mandarine.</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-3911" title="Leere Essensplatte" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/353-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></p>
<p>Das Essen wird von der Stadtverwaltung subventioniert. Das Klientel in der Volksküche könnte unterschiedlicher nicht sein. Da sitzt ein Obdachloser – der umsonst ist – neben einem einfachen Bauarbeiter und einer Lehrerin. Der, der es sich leisten kann, geht nicht in die Volksküche.</p>
<p>Dazu gehört auch der Bürgermeister von Belo Horizonte. Aber wenn Journalisten zu Besuch kommen, setzt er sich doch der Masse aus. Vier Sicherheitsleute kontrollieren jede Bewegung. Viele Bürger sprechen den Bürgermeister direkt an, klopfen ihm auf die Schultern, schütteln seine Hand. Einige beschimpfen ihn auch.</p>
<p><strong>Es ist eine Inszenierung.</strong></p>
<p>Man will Volksnähe demonstrieren und bewirkt Befremden. Denn der Bürgermeister in seinem edlen Zwirn passt so gar nicht ins Gesamtbild. Die Idee des „Restaurante Populi“ ist gut, das Essen reicht um satt zu werden, aber man merkt auch schnell: Es geht um Masse, nicht um Klasse.</p>
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		<title>Besser leben</title>
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		<pubDate>Thu, 09 May 2013 06:43:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pauline</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" width="75" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/Favela-Belo-Horizonte-1024x682.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="Favela Belo Horizonte" />In Brasilien gibt es schon seit dem 19. Jahrhundert so genannte „Favelas“ (Armenviertel). Die Favela Providenzia in Rio de Janeiro ist die älteste Brasiliens, sie wurde 1890 von portugiesischen Einwanderern gegründet. Früher gab es in den Favelas nur Palmwedel und &#8230; <a href="http://www.pauline-tillmann.de/2013/05/besser-leben/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-large wp-image-3890" title="Favela Belo Horizonte" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/Favela-Belo-Horizonte-1024x682.jpg" alt="" width="480" height="319" /></p>
<p>In Brasilien gibt es schon seit dem 19. Jahrhundert so genannte „<strong>Favelas</strong>“ (Armenviertel). Die Favela Providenzia in Rio de Janeiro ist die älteste Brasiliens, sie wurde 1890 von portugiesischen Einwanderern gegründet. Früher gab es in den Favelas nur Palmwedel und Wellblech, heute bestehen die meisten Häuser aus (Ziegel-)Steinen. Der Name „Favela“ kommt von einer brasilianischen Kletterpflanze – ein passendes Bild meiner Meinung nach, denn auch die Armenviertel klettern unkontrolliert in die Höhe. Wohin, das weiß keiner. In manchen Favelas gibt es nicht einmal fließendes Wasser und funktionierende Sanitäranlagen. Doch die Städte und Gemeinden haben das Problem erkannt und versuchen entgegenzusteuern.</p>
<p><strong>Ein Musterbeispiel ist das Sozialprojekt „Vita Viva“ in der Stadt Belo Horizonte.</strong> 2009 wurde dort eine Einrichtung geschaffen, die als sozialer Treffpunkt von den Bewohnern der Favela genutzt wird. Dort finden unter anderem Kochkurse statt, Gymnastikstunden und auch Eltern-Kind-Trainings. Täglich kommen durchschnittlich 25 Eltern mit ihren Kindern dorthin, um sich eine Anleitung von Sozialpädagogen zu holen, wie sie ihren Nachwuchs am besten erziehen sollen. Denn grundlegendes Wissen fehlt in den Favelas. Beispiel: Viele junge Mädchen wissen nicht was Verhütung ist – und werden ungewollt schwanger.</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-3891" title="Seniorinnen" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/Seniorinnen-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></p>
<p>Die Stadt hat sich das ganze Projekt – das mit einem aufwändigen Infrastrukturprojekt verbunden war – mehr als 80 Millionen Euro kosten lassen. Ein Koordinator spricht davon, dass das Ziel nicht laute, dass man die Favelas abschaffen wolle. Das sei in einem Land wie Brasilien wohl auch schlichtweg unmöglich. Stattdessen gehe es darum, die Lebensqualität der Bewohner zu erhöhen. Zwar wird vieles in Brasilien durch die anstehende Fußball-WM 2014 beschleunigt, aber dieses Projekt steht nicht in diesem Zusammenhang. Denn man hat mit den Planungen bereits vor gut 18 Jahren angefangen. Da hat noch kein Mensch von einer Weltmeisterschaft oder einer Olympiade zu träumen gewagt.</p>
<p><strong>Schöne neue Welt.</strong></p>
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		<title>Im Fokus: Belo Horizonte</title>
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		<pubDate>Sat, 04 May 2013 06:57:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pauline</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" width="75" height="75" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/630-140x140.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="Alexandre (links)" />Wenn wir an Brasilien denken, denken die meisten wohl an: Karneval, die Christo-Statue in Rio und Fußball. Fußball steht auch bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 im Mittelpunkt – und die Vorbereitungen laufen bereits seit einigen Jahren. In zwölf Stadien wird gespielt, &#8230; <a href="http://www.pauline-tillmann.de/2013/05/im-fokus-belo-horizonte/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn wir an Brasilien denken, denken die meisten wohl an: Karneval, die Christo-Statue in Rio und Fußball. <strong>Fußball steht auch bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 im Mittelpunkt – und die Vorbereitungen laufen bereits seit einigen Jahren.</strong> In zwölf Stadien wird gespielt, unter anderem auch in Belo Horizonte, eine Flugstunde von Rio de Janeiro entfernt. <strong></strong></p>
<p><img class="aligncenter size-large wp-image-3709" title="Alexandre (links)" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/630-1024x682.jpg" alt="" width="480" height="319" /></p>
<p><strong>Alexandre Hill Maestrini arbeitet im Vorbereitungskomitee der Stadt.</strong> <strong>Der 49-Jährige erzählt im Interview unter anderem was er gedacht hat, als klar wurde, dass Brasilien die WM austragen darf und was das Besondere an Belo Horizonte, der Hauptstadt des Bundeslandes Minas Gerais, ist.  </strong></p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-3705" title="Stadion in Belo Horizonte" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/IMG_9358-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></p>
<p>Das Stadion soll spätestens bis zum Confederations Cup im Sommer fertig werden. Kostenpunkt: rund 250 Millionen Euro. Das Besondere: Es wird erstmals nummerierte Sitzplätze geben. Ein Novum in Belo Horizonte – und im Rest von Brasilien. Mit dieser Maßnahme will man nicht nur die FIFA-Richtlinien erfüllen, sondern auch immer mehr Familien und Frauen ins Stadion locken.</p>
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		<title>Fast wie ein Spaziergang durch den Amazonas</title>
		<link>http://www.pauline-tillmann.de/2013/04/fast-wie-ein-spaziergang-durch-den-amazonas/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Apr 2013 06:31:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pauline</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist eine der Top-Sehenswürdigkeiten in Rio de Janeiro. Nein, ich meine nicht die Christo-Statue – die ist auch beeindruckend – sondern den Botanischen Garten. Der „Jardim Botânico“ wurde vor knapp 200 Jahren gegründet und erstreckt sich auf unglaubliche 140 &#8230; <a href="http://www.pauline-tillmann.de/2013/04/fast-wie-ein-spaziergang-durch-den-amazonas/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist eine der Top-Sehenswürdigkeiten in Rio de Janeiro. Nein, ich meine nicht die Christo-Statue – die ist auch beeindruckend – sondern den Botanischen Garten. Der „<strong>Jardim Botânico</strong>“ wurde vor knapp 200 Jahren gegründet und erstreckt sich auf unglaubliche 140 Hektar. Während der journalists.network-Recherchereise Ende Januar bin ich dort am frühen Morgen eine Stunde lang spazieren gegangen. Allein.</p>
<p>Und was soll ich sagen? Man fühlt sich sofort in eine andere Welt versetzt. Im Amazonas gibt es keine geteerten Straßen, vermute ich, aber die Pflanzen sind diesselben. Stinkfrüchte und Bambusbäume, zum Beispiel. Der einzige wirkliche Unterschied: Dass dort, wie auch sonst überall in Brasilien, Fußball gespielt wird.</p>

<a href='http://www.pauline-tillmann.de/2013/04/fast-wie-ein-spaziergang-durch-den-amazonas/1-49/' title='1'><img width="480" height="319" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/167-1024x682.jpg" class="attachment-large" alt="1" title="1" /></a>
<a href='http://www.pauline-tillmann.de/2013/04/fast-wie-ein-spaziergang-durch-den-amazonas/2-45/' title='2'><img width="480" height="319" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/249-1024x682.jpg" class="attachment-large" alt="2" title="2" /></a>
<a href='http://www.pauline-tillmann.de/2013/04/fast-wie-ein-spaziergang-durch-den-amazonas/3-46/' title='3'><img width="480" height="720" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/352-682x1024.jpg" class="attachment-large" alt="3" title="3" /></a>
<a href='http://www.pauline-tillmann.de/2013/04/fast-wie-ein-spaziergang-durch-den-amazonas/4-41/' title='4'><img width="480" height="319" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/440-1024x682.jpg" class="attachment-large" alt="4" title="4" /></a>
<a href='http://www.pauline-tillmann.de/2013/04/fast-wie-ein-spaziergang-durch-den-amazonas/5-34/' title='5'><img width="480" height="319" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/533-1024x682.jpg" class="attachment-large" alt="5" title="5" /></a>
<a href='http://www.pauline-tillmann.de/2013/04/fast-wie-ein-spaziergang-durch-den-amazonas/6-30/' title='6'><img width="480" height="319" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/629-1024x682.jpg" class="attachment-large" alt="6" title="6" /></a>
<a href='http://www.pauline-tillmann.de/2013/04/fast-wie-ein-spaziergang-durch-den-amazonas/7-23/' title='7'><img width="480" height="319" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/722-1024x682.jpg" class="attachment-large" alt="7" title="7" /></a>
<a href='http://www.pauline-tillmann.de/2013/04/fast-wie-ein-spaziergang-durch-den-amazonas/8-24/' title='8'><img width="480" height="319" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/823-1024x682.jpg" class="attachment-large" alt="8" title="8" /></a>
<a href='http://www.pauline-tillmann.de/2013/04/fast-wie-ein-spaziergang-durch-den-amazonas/9-22/' title='9'><img width="480" height="319" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/921-1024x682.jpg" class="attachment-large" alt="9" title="9" /></a>
<a href='http://www.pauline-tillmann.de/2013/04/fast-wie-ein-spaziergang-durch-den-amazonas/10-15/' title='10'><img width="480" height="319" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/1014-1024x682.jpg" class="attachment-large" alt="10" title="10" /></a>
<a href='http://www.pauline-tillmann.de/2013/04/fast-wie-ein-spaziergang-durch-den-amazonas/11-8/' title='11'><img width="480" height="319" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/1117-1024x682.jpg" class="attachment-large" alt="11" title="11" /></a>
<a href='http://www.pauline-tillmann.de/2013/04/fast-wie-ein-spaziergang-durch-den-amazonas/12-10/' title='12'><img width="480" height="319" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/1214-1024x682.jpg" class="attachment-large" alt="12" title="12" /></a>

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		<title>Interview mit Peter Sloterdijk</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Apr 2013 04:45:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pauline</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" width="75" height="75" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/354-140x140.jpg" class="alignleft tfe wp-post-image" alt="Peter Sloterdijk" title="Peter Sloterdijk" />Er gehört zu den bekanntesten zeitgenössischen Philosophen der Neuzeit. Seinen Durchbruch hat Peter Sloterdijk mit seinem Buch „Kritik über die zynische Vernunft“ im Jahr 1983 gefeiert. Seitdem hat er zahlreiche weitere Bücher verfasst und viele Debatten angestoßen. Er publiziert bevorzugt &#8230; <a href="http://www.pauline-tillmann.de/2013/04/interview-mit-peter-sloterdijk/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er gehört zu den bekanntesten zeitgenössischen Philosophen der Neuzeit. Seinen Durchbruch hat <strong>Peter Sloterdijk</strong> mit seinem Buch „Kritik über die zynische Vernunft“ im Jahr 1983 gefeiert.</p>
<p><img class="aligncenter size-large wp-image-4026" title="Peter Sloterdijk " src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/Sloterdijk-1-1024x682.jpg" alt="" width="480" height="319" /></p>
<p>Seitdem hat er zahlreiche weitere Bücher verfasst und viele Debatten angestoßen. Er publiziert bevorzugt in der FAZ und im Suhrkamp-Verlag. Im Rahmen der „Deutschen Woche“ in St. Petersburg hat er vor Petersburger Studenten gesprochen – <strong>und war damit zum ersten Mal in Russland</strong>.</p>
<p>Ich habe den 65-jährigen Philosophen vor seiner Vorlesung am 19. April zum Thema „Die permanente Renaissance“ im Hotel Astoria, im Herzen der Stadt, getroffen.</p>
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		<title>Deutsche Woche in St. Petersburg</title>
		<link>http://www.pauline-tillmann.de/2013/04/deutsche-woche-in-st-petersburg-2/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Apr 2013 08:45:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pauline</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" width="75" height="75" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/Ricco-2-140x140.jpg" class="alignleft tfe wp-post-image" alt="Daniel Ricco" title="Daniel Ricco" />In diesem Jahr findet die „Deutsche Woche“ in St. Petersburg zum 10. Mal statt. Letztes Jahr war Gerhard Schröder Ehrengast: http://www.pauline-tillmann.de/2012/04/deutsche-woche-in-st-petersburg/. Dieses Jahr ist das Jubiläum Grund genug zum Feiern. Zehn Tage lang, vom 18. bis 28. April, finden mehr &#8230; <a href="http://www.pauline-tillmann.de/2013/04/deutsche-woche-in-st-petersburg-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In diesem Jahr findet die „Deutsche Woche“ in St. Petersburg zum 10. Mal statt.</strong> Letztes Jahr war Gerhard Schröder Ehrengast: <a href="http://www.pauline-tillmann.de/2012/04/deutsche-woche-in-st-petersburg/" class="liinternal">http://www.pauline-tillmann.de/2012/04/deutsche-woche-in-st-petersburg/</a>. Dieses Jahr ist das Jubiläum Grund genug zum Feiern. Zehn Tage lang, vom 18. bis 28. April, finden mehr als 70 Veranstaltungen mit Deutschlandbezug statt – und zwar aus den Bereichen Kultur, Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft. Das komplette Programm gibt’s unter: <a href="http://www.deutsche-woche.ru" class="liexternal">www.deutsche-woche.ru</a>. Und ein Interview mit einem der Organisatoren, mit dem Presse- und Kulturattaché des Deutschen Generalkonsulats, gibt’s hier:</p>
<p><img class="aligncenter size-large wp-image-3998" title="Daniel Ricco " src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/Ricco-2-1024x682.jpg" alt="" width="480" height="319" /></p>
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		<item>
		<title>Crowdfunding: Lehre 15 (FAZIT)</title>
		<link>http://www.pauline-tillmann.de/2013/04/crowdfunding-lehre-15-fazit/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Apr 2013 04:11:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pauline</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" width="75" height="75" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/Pauline_Tillmann-140x140.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="Pauline Tillmann" />Das Crowdfunding-Projekt ist fast vorbei &#8211; UND DIE SUMME IN HÖHE VON 3.500 EURO IST ZUSAMMENGEKOMMEN! Ich kann es überhaupt nicht fassen, aber die Restsumme in Höhe von 2.250 Euro hat kurz vor Schluss ein befreundetes Ehepaar aus München gespendet!!  &#8230; <a href="http://www.pauline-tillmann.de/2013/04/crowdfunding-lehre-15-fazit/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-large wp-image-4019" title="Pauline Tillmann" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/Pauline_Tillmann-1024x682.jpg" alt="" width="480" height="319" /></p>
<p><span style="color: #ff0000; font-size: medium;"><strong>Das Crowdfunding-Projekt ist fast vorbei &#8211; UND DIE SUMME IN HÖHE VON 3.500 EURO IST ZUSAMMENGEKOMMEN! </strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Ich kann es überhaupt nicht fassen, aber die Restsumme in Höhe von 2.250 Euro hat kurz vor Schluss ein befreundetes Ehepaar aus München gespendet!! </strong></span></p>
<p>Man sagt: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Richtigerweise heißt der Spruch von Michail Gorbatschow: „Die Hoffnung stirbt zuletzt – aber sie stirbt.“ In meinem Fall stimmt das glücklicherweise nicht. Ich habe bis zum Ende gehofft und gebangt. Und jetzt hat sich die ganze Mühe ausgezahlt. Denn: <strong>WUNDER GIBT ES IMMER WIEDER!</strong></p>
<p>Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich mich auf dieses aufregende Experiment eingelassen habe. Ich habe viel über Crowdfunding im Speziellen und auch über den Tibetkonflikt im Allgemeinen gelernt. Ich habe tolle Rückmeldungen und einen Vertrauensvorschuss von bekannten, aber auch von wildfremden Menschen bekommen.</p>
<p>Dieses Mal hatte ich ein Wahnsinnsglück, denn lange hat es so ausgesehen, als ob die Summe nicht zustande kommen würde&#8230; und ich weiß auch woran es gelegen hat. <strong>Ich weiß, was ich beim nächsten Mal anders machen würde und ich habe meine Lehren daraus gezogen.</strong> Hier noch einmal die Zusammenfassung aller meiner Lehren in der Übersicht:</p>
<ol>
<li>Lehre: So ein Crowdfunding-Projekt ist kein Selbstläufer.</li>
<li>Lehre: Suche nach Zielgruppen und Communities, für die das Thema interessant sein könnte.</li>
<li>Lehre: Man lernt nie aus.</li>
<li>Lehre: Deutschland ist nicht USA.</li>
<li>Lehre: Mach dich frei.</li>
<li>Lehre: Das Thema bleibt schwierig.</li>
<li>Lehre: Lerne von anderen.</li>
<li>Lehre: Bau dir eine Crowd auf.</li>
<li>Lehre: Von nix kommt nix.</li>
<li>Lehre: Crowdfunding ist nicht zu verwechseln mit Crowdinvesting.</li>
<li>Lehre: Auf die Kampagne kommt es an.</li>
<li>Lehre: Finde prominente Unterstützer.</li>
<li>Lehre: Entwerfe eine Facebook-Fan-Page.</li>
<li>Lehre: Fang klein an.</li>
</ol>
<p>Und meine letzte Lehre lautet:</p>
<p><span style="font-size: medium; color: #ffffff; background-color: #888888;"><strong>Lehre 15: Habe Mut zu scheitern.</strong></span></p>
<p>In Deutschland ist Crowdfunding noch nicht so verbreitet wie in den USA. Dort hat man vor zehn Jahren mit Crowdfunding im Musikgeschäft angefangen. 2008 ging kickstarter.com an den Start. In Deutschland folgte startnext.de im Jahr 2010. Krautreporter.de kam erst 2013 dazu.</p>
<p><strong>Auch ist interessant, dass in den USA das meiste Budget für Kulturförderung aus privaten Mitteln kommt</strong> (Spenden, Stiftungen etc.). In Deutschland ist es genau umgekehrt. Bei uns wird es NICHT als Einmischung des Staates empfunden, wenn Theater oder Museen aus öffentlichen Mitteln finanziert werden. Deshalb muss die Eigenverantwortung jedes einzelnen Bürgers im Bereich Kultur (und auch Journalismus) noch wachsen. Ich finde, der Gedanke, dass der Kulturbereich durch Crowdfunding demokratischer und partizipativer wird, ist ein toller Gedanke!</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Dafür muss man aber auch den Mut haben, zu scheitern. Man muss den Mut haben, Fehler zu machen. Man muss den Mut haben, auszuprobieren. Ich kann am Ende meines ersten Crowdfunding-Projektes sagen: Für mich hat es sich auf ganzer Linie gelohnt! Deshalb mein Credo: nachmachen ausdrücklich empfohlen!</strong></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Crowdfunding: Lehre 14</title>
		<link>http://www.pauline-tillmann.de/2013/04/crowdfunding-lehre-14/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Apr 2013 04:15:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pauline</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" width="75" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/Bild-Selbstverbrennung1-300x242.png" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="Bild Selbstverbrennung (Quelle: Spiegel Online)" />Lehre 14: Fang klein an. Wenn man überhaupt noch nie etwas mit Crowdfunding zu tun hatte, würde ich empfehlen, klein anzufangen. Das bedeutet, setze dir (als EINZELNER) ein Projektziel von 500 bis 1.000 Euro. Damit wäre mein Projekt über Selbstverbrennungen &#8230; <a href="http://www.pauline-tillmann.de/2013/04/crowdfunding-lehre-14/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #ffffff; background-color: #888888;"><strong><span style="font-size: medium;">Lehre 14: Fang klein an.</span></strong></span></p>
<p>Wenn man überhaupt noch nie etwas mit Crowdfunding zu tun hatte, würde ich empfehlen, klein anzufangen. Das bedeutet, setze dir (als EINZELNER) ein Projektziel von 500 bis 1.000 Euro. Damit wäre mein Projekt über Selbstverbrennungen in Tibet nicht möglich gewesen, aber dann hätte ich ein anderes Thema auswählen müssen. Eine Kollegin hat ein Projekt über Ungarn gestartet, bei dem es um eine Reportage über die Auswirkungen der Orban-Regierung auf junge Menschen geht: <a href="https://krautreporter.de/de/einmalfreiheitundzurueck" class="liexternal">https://krautreporter.de/de/einmalfreiheitundzurueck</a>. <strong>Relevantes Thema, gut beschrieben, 500 Euro – absolut machbar.</strong></p>
<p>Für mein erstes Crowdfunding-Projekt habe ich gleich mal mit 3.500 Euro veranschlagt. Das hat damit zu tun, das ich vorher nicht so viel über „Schwarmfinanzierung“ und die einzelnen Mechanismen gewusst habe. <strong>Ich habe zufällig von krautreporter.de erfahren und mir gedacht: Das ist die perfekte Plattform für ein Experiment!</strong> Und da ich mir das Bild dieses Selbstanzünders aus Sichuan nicht mehr aus dem Kopf ging, wollte ich das Experiment wagen und mittels Crowdfunding versuchen, die Reisekosten für ein Radio-Feature zusammen zu bekommen.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-3952" title="Bild Selbstverbrennung (Quelle: Spiegel Online)" src="http://www.pauline-tillmann.de/wp-content/uploads/Bild-Selbstverbrennung1-300x242.png" alt="" width="300" height="242" />Für einen alleine ist es ziemlich heftig, eine Kampagne zu wuppen, die 3.500 Euro einspielt. Ich habe gedacht: Ich kenne viele Leute, sooo schwierig wird das schon nicht sein. Aber in Wirklichkeit braucht man mindestens 60 bis 80 Unterstützer für so eine Summe – und davon sind zwei Drittel Menschen, die man nicht kennt. Die zu erreichen, dafür muss man sehr intensiv Werbung machen. Und neben einem Vollzeitjob – wie in meinem Fall – ist das ganz schön heftig.</p>
<p><strong>Deshalb: Crowdfunding ist ein spannendes Phänomen und es lohnt sich, damit auseinanderzusetzen. Aber wenn man am Ende Erfolg haben möchte, würde ich empfehlen, beim ersten Mal KLEINE Brötchen zu backen – und sich dann (mit einer bestehenden Crowd) Stück für Stück zu steigern. </strong></p>
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